Auswandern nach Spanien planen?
Sie tragen sich mit dem Gedanken, nach Spanien auszuwandern?
Außer, dass es viele Fragen abzuklären gibt und so einiges im Voraus zu planen ist, erfordert eine Auswanderung nach Spanien eine gründliche Vorbereitung sowie einen sorgfältigen Plan, sowohl eine sorgfältige Zeitplanung als Fundament für eine erfolgreiche Auswanderung als auch für einen gelungenen Neustart.
Es empfiehlt sich, mindestens 12 bis 18 Monate im Voraus mit der Planung zu beginnen, und der Plan sollte zusätzlich in einer Checkliste im zeitlichen Ablauf flexibel gestaltet sein und regelmäßig aktualisiert sowie ergänzt werden.
Es ist sinnvoll, die wesentlichen Punkte in einer Checkliste zusammenzufassen.
Wir beginnen mit den am notwendigsten erforderlichen Dokumenten.
- Die NIE-Nummer.
- Ehepartner, eine Heiratsurkunde.
- Gültiger Personalausweis oder Reisepass.
- Gültiger Führerschein – am sinnvollsten ein gültiger EU-Führerschein.
- Im Falle einer Scheidung, die Scheidungsurkunde sowie eine Sorgebescheinigung (Nachweis des Sorgerechts).
- Im Falle der Jobsuche Ihr Diplom oder berufliches Zertifikat, gegebenenfalls ein Arbeitszeugnis.
- Im Falle von dauerhafter Medikamenteneinnahme, ein Medikamentenplan.
- Im Falle von wichtigen medizinischen Untersuchungen, die ärztlichen Befunde.
- Im Falle des Bezuges von Pflegegeld in Deutschland, rechtzeitige Beantragung für den Bezug in Spanien.
- Nachweis der Krankenversicherung.
- Rentennachweis.
- Zulassungsdokumente Ihres Fahrzeugs.
Falls Sie mit Kindern auswandern, benötigen Sie die Geburtsurkunde Ihrer Kinder. Kinder benötigen eine NIE-Nummer.
Normalerweise werden vom spanischen Standesamt deutschsprachige Geburtsurkunden, Heiratsurkunden oder Scheidungsurkunden angenommen.
Tipp: Fertigen Sie von allen Dokumenten Kopien an oder, falls möglich, sichern Sie diese digital ab.
Der Auswander-Plan umfasst ebenso wichtige Punkte wie z. B.:
- Aufbau neuer sozialer Kontakte.
- Auswahl des zukünftigen Lebensortes.
- Budgetierung und unerwartete Ausgaben.
- Fahrzeug-Ab- und -Anmeldung.
- Finanzwesen (Bankkonto).
- Informationen zu Steuern.
- Informationen zu den klimatischen, kulturellen Unterschieden sowie zur Infrastruktur.
- Informationen zu einigen rechtlichen Rahmenbedingungen.
- Informationen zu den Lebenshaltungskosten.
- Spanisch lernen.
- Umzugsplanung.
- Versicherungen oder Vertragsabschlüsse.
- Wohnen: Verkauf oder Vermietung der Immobilie oder Kündigung des bestehenden Mietverhältnisses im Heimatland sowie die Immobiliensuche in Spanien.
- Wohnsitzabmeldung und Wohnsitzanmeldung u. v. m.
Häufig wird gefragt, ob es eine Vorlage für einen Auswanderplan gibt. Eine Vorlage für einen Auswanderplan wird kaum existieren, da die Planung einer Auswanderung sehr individuell und von vielen Faktoren abhängig ist. Dennoch ist sie unerlässlich, um alle wesentlichen Schritte im Blick zu behalten und um eine erfolgreiche Auswanderung zu gewährleisten.
Wir reichen mit unserem hiesigen Beitrag einen Kompass zum Erstellen Ihres individuellen Auswanderplans, gefüllt mit hilfreichen Anregungen, Informationen, Wissenswertem sowie Tipps und Kontakten zu Anlaufstellen u. v. m.
- Wir beginnen unmittelbar beim Bedarf des wichtigsten Dokuments für Ihre Auswanderung nach Spanien.
Die NIE-Nummer „Número de identificación para extranjero“ ist eine grundlegende "Ausrüstung“, wenn man in Spanien leben möchte. In Spanien geht so gut wie nichts ohne NIE-Nummer. Die NIE-Nummer wird z. B. zum Kaufen oder zum Mieten einer Immobilie, zur Jobannahme, zur Anmeldung eines KFZ und für viele, viele weitere behördliche Zwecke benötigt.
Der kürzeste sowie der einfachste Weg ist, die NIE-Nummer bereits vor Ihrer Auswanderung über ein spanisches Konsulat in Deutschland zu beantragen.
Zum Prozedere, die NIE-Nummer über ein spanisches Konsulat in Deutschland zu beantragen, sowie weitere nützliche Informationen zum Ausfüllen des Antragsformulars EX 15 stellen wir aufgrund des Umfangs in unserem separaten Beitrag bereit.
- Die NIE-Nummer in Spanien beantragen?
Es besteht auch die Möglichkeit, die NIE-Nummer in Spanien zu beantragen. Als Bürger der Europäischen Union wird die NIE-Nummer innerhalb von 3 Monaten nach der Ankunft in Spanien notwendig. Es sollte auch berücksichtigt werden, dass aufgrund unterschiedlicher Faktoren längere Wartezeiten für die Beantragung eines Termins sowie für den endgültigen Erhalt der NIE-Nummer in Spanien zu erwarten sind.
Die Bedingung für die Beantragung der NIE-Nummer in Spanien ist behördlich festgelegt: – entweder eine postalische Anschrift oder ein Wohnsitz in Spanien.
Weiterführende Informationen zur Beantragung der NIE-Nummer in Spanien stellen wir aufgrund des Umfangs in unserem separaten Beitrag bereit.
- Kinder und Fremdsprachen?
Kinder lernen Fremdsprachen schnell, da sie sich im Gegensatz zu Erwachsenen ihr Wissen spielerisch und intuitiv aneignen und das Sprachzentrum noch nicht so stark an die Muttersprache gewöhnt ist. Kiga, Kita oder Schule oder ein beliebiger Verein helfen Kindern, schnell den Anschluss im Ausland zu finden.
- Kinder und spanisches Schulsystem?
In ganz Spanien gilt für alle Kinder im Alter von 6 bis 16 Jahren obligatorisch die Schulpflicht. Der Unterricht an öffentlichen Schulen ist größtenteils kostenlos – es können jedoch Kosten für Bücher, Materialien und je nach Schule für Schuluniformen anfallen.
Es gibt auch halbstaatliche "concertados" und rein private Schulen mit entsprechenden Schulgebühren.
Für die Einschreibung eines Kindes an einer spanischen Schule sind die Anmeldung beim Rathaus des Wohnortes, die NIE-Nummer, ein Ausweisdokument, Schulzeugnis, je nach Schule eine Impfbescheinigung sowie die Anmeldung bei der Consejería de Educación notwendig.
Die Schulzeit in Spanien ist in drei "Ciclos" unterteilt, wobei immer zwei Schuljahre "Cursos" zu einem Ciclo zusammengefasst werden. Innerhalb eines Ciclos kann ein Schüler nicht "sitzen" bleiben. Erfüllt ein Schüler nach zwei Jahren jedoch nicht die angeforderten Leistungen, muss das letzte Schuljahr wiederholt werden.
Neben den spanischen Schulen gibt es auch zahlreiche deutschsprachige Schulen in Spanien. Weiterführende Informationen und Anlaufstellen zu deutschsprachigen Schulen oder Schulen mit besonderem Schwerpunkt Deutsch in Spanien stellen wir aufgrund des Umfangs in unserem separaten Beitrag bereit.
- Kindergeld sowie Anrecht in Spanien? Besteht nach der Auswanderung nach Spanien Anrecht auf Kindergeld aus Deutschland?
Für Deutsche, die nach Spanien auswandern oder in Spanien berufstätig sind, besteht die Möglichkeit, nach dem Einkommensteuergesetz in Spanien (Ausland) aus Deutschland unter gewissen Anspruchsvoraussetzungen Kindergeld zu erhalten:
Die Anspruchsvoraussetzungen sind in der Regel folgende:
• Wenn ein Elternteil in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig ist.
• Wenn das Kind entweder weiterhin den gewöhnlichen Aufenthalt (Wohnsitz) in Deutschland oder seinen Wohnsitz in Spanien (EU-/EWR-Staat) hat.
• Wer in Spanien (Ausland) berufstätig ist. Deutschland leistet die Differenz zum gezahlten Kindergeld eines anderen EU-Staates - da in einem anderen EU-Land für gewöhnlich das Kindergeld niedriger ist.
Der Antrag ist empfehlenswert, vor der Auswanderung bei der deutschen Familienkasse zu stellen.
Ausführliche Informationen zum Anrecht auf Kindergeld im Ausland finden Sie auf der Webseite des Bundesverwaltungsamts.
https://www.bva.bund.de/DE/Services/Bundesbedienstete/Geburt/Kindergeld/kindergeld_node.html
- Jobsuche in Spanien?
Rechtzeitig Jobchancen und -risiken sowie die Arbeitsmarktbedingungen in Spanien zu fokussieren, ist das erste Gebot. Die Jobsuche in Spanien gestaltet sich nicht einfach – jedoch bieten sich mit guten Spanischkenntnissen, einer guten Ausbildung oder als Fachkraft und mit Anpassungsfähigkeit sowie Flexibilität und je nach Arbeitsmarktlage verschiedene Möglichkeiten, einen Job in Spanien zu finden. Wer sich eine neue berufliche Zukunft in Spanien aufbauen möchte, sollte zudem die Arbeitsmarktlage, Chancen und Risiken in seinem Plan zum Auswandern fokussieren. Die Suche nach einer Arbeitsstelle in Spanien sollte frühzeitig vor Ihrer Auswanderung beginnen.
Eines vorweg: Die Löhne sind in Spanien viel niedriger als in Deutschland.
Eventuell hegen Sie den Gedanken, in Spanien "Autónomo (Selbstständig) zu werden?
Weiterführende Informationen zur Jobsuche und welche ersten Schritte zur Selbstständigkeit in Spanien notwendig werden, stellen wir Ihnen aufgrund des Umfangs in unserem separaten Beitrag bereit.
- Job- und Mietsuche in Spanien?
Die Jobsuche und die Suche nach einer Mietimmobilie miteinander zu koordinieren, wird etwas aufwendig, ist jedoch mit etwas Flexibilität machbar. Vermieter fragen oft nach einem festen Arbeitsvertrag und nach einem nachweislich sicheren Einkommen (Nachweis von mind. drei Monaten Einkommen). Alternativ besteht die Möglichkeit, erst einmal für eine geraume Zeit eine Ferienunterkunft/Kurzzeitunterkunft zu mieten und die Suche nach einer Langzeitmiete vor Ort zu starten.
- Jobannahme in Spanien?
Die NIE-Nummer "Número de Identificación de Extranjero" ist eine absolute Grundvoraussetzung für die Jobannahme in Spanien. Wer die Anerkennung seines deutschen Diploms oder beruflichen Zertifikats sowie gegebenenfalls des Arbeitszeugnisses wünscht, benötigt überwiegend beglaubigte Übersetzungen eines vereidigten Übersetzers von deutschsprachigen Dokumenten sowie die Anerkennung des spanischen Bildungsministerium. Deutschsprachige Dokumente werden vom spanischen Bildungsministerium zwecks Anerkennung nicht angenommen.
- Vereidigte Übersetzer finden?
Um vereidigte Übersetzer für beglaubigte Übersetzungen zu finden, ist es empfehlenswert, die Dolmetscher- und Übersetzerdatenbank der Landesjustizverwaltungen zu nutzen. Auf der Seite der Dolmetscher- und Übersetzerdatenbank der Landesjustizverwaltungen können vereidigte Übersetzer je nach der zu übersetzenden Sprache und je nach Bundesland sowie Stadt gesucht und gefunden werden.
https://www.justiz-dolmetscher.de/Recherche
Tipp: Linksseitig oben auf der Webseite der Dolmetscher- und Übersetzerdatenbank der Landesjustizverwaltungen ist ein Feld "Suchen" integriert. Mit Anklicken auf "Suchen" können vereidigte Übersetzer je nach Sprache, die zu übersetzen ist, und je nach Bundesland sowie Stadt gesucht und gefunden werden.
Die beglaubigte Übersetzung ist mitsamt einer Kopie des deutschen Passes beim spanischen Bildungsministerium "Ministerio de Educación y Formación Profesional" einzureichen.
Anschrift des Bildungsministeriums:
Ministerio de Educación y Formación Profesional
Calle Alcalá, 34, 28014 Madrid
Die spanische Anerkennung wird nach einer bestimmten Zeit zugesendet. Je nach Beruf gibt es in Spanien keine gleichwertige Bezeichnung. Aufgrund dessen sollte man nicht überrascht sein, wenn für bestimmte Berufe das deutsche Dokument nicht in gleicher Bezeichnung oder auf gleicher Stufe in Spanien anerkannt wird.
Zu den Unterschieden der verschiedenen Stufen der Anerkennungen von deutschen Bildungsabschlüssen oder Berufsausbildungen stellt das spanische Bildungsministerium "Ministerio de Educación y Formación Profesional" weitere Informationen bereit.
https://www.educacionfpydeportes.gob.es/mc/convalidacion-homologacion/portada.html
- Studium an einer spanischen Universität?
Um an einer spanischen Universität zu studieren, wird in der Regel ein Abitur benötigt. Bewerber für ein Studium in Spanien müssen das deutsche Abitur in Spanien anerkennen lassen. Die Anerkennung erfolgt über die Universidad Nacional de Educación a Distancia (UNED).
Den entsprechenden Antrag zur Homologation stellt die Universidad Nacional de Educación a Distancia (UNED) zur Verfügung.
- Welche Missgeschicke können für eine Auswanderung nach Spanien vermieden werden?
1. Wie wichtig sind zumindest einige grundlegende Grundbegriffe der spanischen Sprache?
Obwohl Englisch als Weltsprache gilt und in touristisch frequentierten Gebieten oder in Großstädten einige Spanier auch Englisch sprechen, wird jedoch außerhalb touristischer Gebiete oder im Landesinneren, bei Behördengängen, beim Arztbesuch, beim Einkaufen, im Job oder für die Integration u. s. w. zwingend Spanisch erforderlich. Die Spanier freuen sich zudem, wenn bereits ein wenig Spanischkenntnisse vorhanden sind, und zeigen sich sehr hilfsbereit, um Begriffe korrekt auszusprechen.
- Z. B. bietet die VHS Sprachkurse in ganz Deutschland an. Anbei der Link zum bundesweiten VHS-Kursfinder:
https://www.volkshochschule.de/kurswelt/miteinander.php
Eine gute Basis der spanischen Sprache kann auch über Sprach-Apps erlernt werden: Z. B. bieten die kostenfreien Sprach-Apps "Duolingo" oder "Fun Easy Learn" (Kosten entstehen nur für die Nutzung der Premium Version) gute Möglichkeiten.
Duolingo steht als mobile App und in einer Webversion zur Verfügung: https://de.duolingo.com
Fun Easy Learn steht als mobile App wie auch in einer Webversion zur Verfügung: https://de.funeasylearn.com
Eine weitere Variante zum Spanischlernen bietet ein sogenannter Tandem-Sprachaustausch. Hier bieten z. B. die Plattformen "Tandem" oder "Intercambiando" für Sprachlernende ideale Möglichkeiten.
Weblink zur "Tandem" Plattform: https://tandem.net/de/practice/spanish
Weblink zur "Intercambiando" Plattform: https://www.intercambiando.de
2. Wie notwendig ist es sich mit der spanischen Kultur und Mentalität zu beschäftigen?
Spanier sind bekannt für ihre Geselligkeit, Offenheit, Warmherzigkeit, Aufgeschlossenheit sowie für ihre Gelassenheit - andererseits sind Spanier überaus familienorientiert. Spanier leben viel mehr im Moment und grübeln wenig über die Vergangenheit und Zukunft nach. Nicht umsonst ist die Unbeschwertheit und Lebensfreude der Spanier Gegenstand unserer Träume und Sehnsüchte und meist einer der Gründe für die Auswanderung. Für viele Auswanderer ist der sehr entspannte Lebensstil der Spanier dennoch gewöhnungsbedürftig.
Angesichts der Familienorientiertheit von Spaniern ist es realistisch, dass man sich außer einem „Hola“ oder „Como estás“, oder ein wenig „Small Talk“ sowie einem gelegentlichen Zusammensitzen auf einer Terrassenbar nicht viel mehr erwarten sollte. Sonn- und Festtage finden innerhalb der Familie statt und zu Abend gegessen wird oft erst sehr spät am Abend. Danach wird je nachdem noch durch die Stadt geschlendert.
Das bedeutet auch, dass man außer die spanische Sprache zu erlernen, sich rechtzeitig soziale Kontakte aufbauen oder sich z. B. in Vereinen einbringen sollte.
Äußerst gewöhnungsbedürftig sind für viele Auswanderer das entspannte Tempo bis hin zu späteren Essenszeiten oder z. B. das "Mañana" morgen, übermorgen oder einfach irgendwann in der Zukunft bedeuten kann. Die Gelassenheit der Spanier sowie die kulturellen Unterschiede sollten nicht unterschätzt werden. Auch gut zu wissen: Bei Geschäftsbesprechungen kommt man nicht sofort zum Wesentlichen.
3. Wie vielschichtig ist die spanische Bürokratie tatsächlich?
•Die Bürokratie in Spanien gilt als kompliziert sowie oft schwierig und ist mit hohem Papieraufwand verbunden, was selbst viele Spanier überfordert. Trotz des Fortschreitens der Digitalisierung ist für Behördengänge wie die Beantragung des Residencia oder für Steuerangelegenheiten eine gründliche Vorbereitung erforderlich, da diese oft von einer großen, unflexiblen Struktur bestimmt werden.
4. Finanzplan zum Auswandern nach Spanien?
Auch Überlegungen zu einem guten Finanzplan für Ihre Auswanderung sind zu empfehlen. Anzuraten ist eine detaillierte Liste, in der anfallende Kosten berücksichtigt werden, um finanzielle Überraschungen zu vermeiden. In der Liste gehören die Ausgaben für den Umzug, die Kosten für den Sprachkurs, die Mietkaution sowie die erste Miete, vorherige Reisekosten, um den Miet- oder Immobilienkaufvertrag abzuschließen, beim Immobilienkauf die Kosten für Anwalt oder Notar, die Kosten falls ein Fahrzeug per Transportunternehmen transportiert werden sollte, Kosten für Fahrzeugab- und Anmeldung, Kosten für die Autoversicherung (abhängig vom Versicherungsumfang sowie von der Art des Fahrzeuges und dem Bonus-Malus). Der Bonus-Malus kann in Spanien anerkannt werden. Dies hängt von der jeweiligen spanischen Kfz-Versicherung ab). Strom – Handy – Internetvertrag (verschiedene Tarife und vom persönlichen Verbrauch abhängig), Wasser- und Müllabfuhr, Kosten, falls Bus und Tram genutzt werden, sowie auch ein finanzielles Polster für unvorhergesehene Ausgaben.
5. Wurden die steuerlichen Aspekte vor der Auswanderung ausreichend abgeklärt?
6. Wie sieht es mit der Jobsuche? - dem Immobilienkauf? - Mietgesuch ? - den Lebenshaltungskosten in Spanien aus?
Ebenso sind für manche Auswanderer die Aspekte der Jobsuche sowie des schwierigen Arbeitsmarktes und der niedrigeren Löhne in Spanien zu fokussieren, - für Immobilienkäufer die steigenden Immobilienpreise, - für Mietgesuche die steigenden Mietpreise, die durch ausländische Investoren ansteigen, sowohl die Suche nach bezahlbarem Wohnraum als auch die damit verbundene Suche nach Immobilien und der Umgang mit möglichen Hausbesetzungen zu betrachten. Die Lebenshaltungskosten sind in den letzten Jahren ebenso in Spanien, ganz besonders in beliebten Touristenzentren angestiegen, liegen jedoch noch etwas unterhalb dem deutschen Preisniveau.
7. Wie sieht es mit der Anpassung an die klimatischen Bedingungen in Spanien aus?
Das spanische Klima ist von Region zu Region oder von Küste zu Küste und dem Landesinneren extrem vielfältig und reicht von ozeanisch-kühl im Norden bis heiß-trocken im Landesinneren und subtropisch auf den Inseln und erfordert oft für Menschen, sowohl für die, die mit Haustier auswandern, signifikante Anpassungen an das lokale Wetter.
Mit guter Planung sowie mit frühzeitigen adäquaten Informationen und Vorbereitungen kann eine Auswanderung nach Spanien gelingen.
- Wohin soll man nach Spanien auswandern?
Die Fläche Spaniens beträgt etwa 505.935 km² und besteht aus 17 autonomen Gemeinschaften. Infolgedessen fragen sich viele, in welche Region und in welche Umgebung man auswandern sollte?
Wie viele autonome Gemeinschaften umfasst Spanien & in wie vielen Provinzen ist Spanien unterteilt?
Andalusien bildet eine autonome Gemeinschaft und besteht aus 8 Provinzen: Sevilla, Granada, Córdoba, Cádiz, Málaga, Huelva, Jaén, Almería.
Aragonien bildet eine autonome Gemeinschaft und besteht aus 3 Provinzen: Huesca, Teruel, Saragossa.
Asturien bildet eine autonome Gemeinschaft.
Die Balearen sind eine Inselgruppe im westlichen Mittelmeer und bilden eine autonome Gemeinschaft.
Das Baskenland bildet eine autonome Gemeinschaft und besteht aus 3 Provinzen: Gipuzkoa, Bizkaia, Araba.
Extremadura bildet eine autonome Gemeinschaft und besteht aus 2 Provinzen: Cáceres, Badajoz.
Galizien bildet eine autonome Gemeinschaft und besteht aus 4 Provinzen: A Coruña, Lugo, Ourense, Pontevedra.
Die Kanarischen Inseln gehören geologisch zu Afrika, politisch bilden sie einen autonome Gemeinschaft.
Kantabrien bildet eine autonome Gemeinschaft
Kastilien-La Mancha bildet eine autonome Gemeinschaft und besteht aus 5 Provinzen: Albacete, Ciudad Real, Cuenca, Guadalajara, Toledo.
Kastilien und León bildet eine autonome Gemeinschaft und besteht aus 9 Provinzen: Leon, Palencia, Burgos, Soria, Segovia, Avila, Salamanca, Zamora, Valladolid.
Katalonien bildet eine autonome Gemeinschaft und besteht aus 4 Provinzen: Barcelona, Tarragona, Lleida, Girona.
La Rioja ist eine Provinz und bildet eine autonome Gemeinschaft.
Madrid bildet eine autonome Gemeinschaft sowie Provinz.
Murcia bildet eine autonome Gemeinschaft.
Navarra bildet eine autonome Gemeinschaft.
Valencia bildet eine autonome Gemeinschaft. und besteht aus 3 Provinzen: Alicante, Castellón, Valencia.
Viele deutsche Auswanderer leben entlang der Küsten Spaniens, insbesondere an der Costa del Sol, an der Costa Blanca, an der Costa de la Luz oder in der autonomen Gemeinschaft Galicien. Andere wiederum bevorzugen die Inseln Gran Canaria oder Mallorca und weitere.
In Betracht zu ziehen sind auch die klimatischen Verhältnisse und die verschiedenen Klimazonen Spaniens sowie die Infrastruktur in der jeweils auserwählten Gegend. Befinden sich Geschäfte, ein Krankenhaus, Ärzte (Gesundheitsvorsorge), Banken, Apotheken, eine Busverbindung, ein Bahnhof u. s. w. in der Nähe oder im Ort? Wie sieht es mit der Versorgung von Strom, Gas und Wasser aus? Wer gerne nahe dem Meer leben möchte, sollte sich die Fragen stellen, ob man vorzugsweise in Meeresnähe leben möchte oder in welcher Entfernung das Meer liegt und wie gut das Meer erreichbar sein soll?
Es ist ratsam, vor einer Auswanderung nach Spanien für einen längeren Zeitraum Urlaub in der gewünschten Region zu machen, um Eindrücke zu gewinnen. Schlussendlich ist das Wohin nach Spanien auswandern eine ganz individuelle Entscheidung.
Auf der Suche nach dem Besonderen? Einige spanische, teilweise verlassene Dörfer suchen nach neuen Bewohnern und bieten unter bestimmten Voraussetzungen einen Willkommensbonus, Zuschüsse, Steuerermäßigungen und Umzugsbeihilfen an.
- Wo lässt es sich in Spanien günstig leben?
Die Lebenshaltungskosten sind in den letzten Jahren auch in Spanien gestiegen, und wer das Gegenteil behauptet, ist nicht ehrlich.
Dies ist jedoch regional oder örtlich und je nach persönlichen Bedürfnissen unterschiedlich. Z. B. sind die Mietkosten abhängig von den persönlichen Ansprüchen und davon, in welcher Gegend oder Region sich der Lebensmittelpunkt befinden soll.
Soll der Lebensmittelpunkt in der Nähe des Meeres und in touristisch frequentierten Gegenden sein? In der Nähe des Meeres und in touristisch frequentierten Gegenden fallen überwiegend die Mietkosten höher aus als in weniger touristisch frequentierten Gegenden oder im Landesinneren.
Z. B. ab Denia (Provinz Alicante) bis Murcia oder in den Provinzen Almeria und Granada kann es je nach Lage und Größe der Immobilie sowie nach individuellen Ansprüchen im Landesinneren oder auch in Meeresnähe etwas günstiger mit der Miete werden.
Die Lebensmittelkosten sind ebenso unterschiedlich von touristisch frequentierten Gegenden und im Landesinneren oder in weniger touristisch frequentierten Gegenden sowie abhängig vom persönlichen Bedarf – sowie auch z. B. vom Einkaufsverhalten, demnach, ob eher regionale Produkte oder auf einem Wochenmarkt oder ob deutsche Produkte gekauft werden.
- Haben Sie sich schon öfters in Spanien aufgehalten?
Schauen Sie sich im Vorfeld Land und Leute und die Umgebungen vor Ort an und besuchen Sie mehrere Regionen Spaniens. Jede Region weist andere klimatische Verhältnisse auf und jede Jahreszeit bietet wiederum klimatische Unterschiede. Am Ende ist das, wohin auswandern, eine ganz individuelle Entscheidung. Die Frage danach, was man von der neuen Heimat erwartet, ist ebenso sinnvoll.
- Ferienzeit und Urlaubszeit in Spanien?
Eine weitere Bedeutung hat der Monat August in Spanien. Im August beginnen die Schulferien und Familien zieht es entweder an die Strände oder auch in die Berge. Nicht alle Behörden oder sonstigen wichtigen Institutionen Spaniens sind nun geschlossen, jedoch personell weitaus weniger besetzt. Wichtiges sollte vorzugsweise vor oder nach August abgewickelt werden.
- Touristische Gegenden in Spanien?
Während der Sommermonate sind touristische Gegenden oft sehr stark frequentiert und während der Herbst- und Wintermonate oft wie ausgestorben. Die preislichen Unterschiede zeigen sich ebenso, da z. B. die Lebenshaltungskosten in touristischen Gegenden oder in der Nähe des Meeres meist höher sind als in weniger oder nicht touristisch genutzten Gebieten oder im Landesinneren.
- Haben Sie bereits gewisse Vorstellungen zu den klimatischen Vorortbegebenheiten in Spanien?
Spanien bietet die verschiedensten Klimazonen. Zur Entscheidungsfindung besteht auch die Möglichkeit, eine Online-Karte mit den verschiedenen Klimazonen in Spanien zur Hilfestellung anzuschauen.
- Mikroklima in Spanien?
Im unmittelbaren Hinterland der Costa Blanca, etwas südlich von Alicante bis Denia, erstreckt sich die Bergkette "Crevillente", ca. 1000–1500 Meter hoch, und sorgt für ein spezielles Mikroklima an der Küste. Eingebettet zwischen der Bergkette Sierra Bermeja und dem Meer herrscht in der Umgebung von Estepona ebenso ein ganz spezielles Mikroklima.
- Gota Fria in Spanien?
Die "Gota Fría", auch Dana genannt, ist im Mittelmeerraum nichts Ungewöhnliches. In Spanien tritt jährlich ab ungefähr Oktober oder November das Wetterphänomen "Gota Fría", der sogenannte Kaltlufttropfen (ein auftretendes Starkwindphänomen im Mittelmeer), vor allem im Herbst auf dem Festland in Spanien auf.
Hierbei strömt kalte Luft über das warme Wasser des Mittelmeers und auf dem Festland kann es je nach Region während eines gewissen Zeitraums zu Stark- und Dauerregen kommen und je nach Intensität und Dauer können Hochwasser an Flüssen, Überflutungen oder Überschwemmungen in Wohngebieten auftreten. Dabei kann es auch zu entwurzelten Bäumen oder Erdrutschen gelangen sowie entlang mancher Strände können meterhohe Wellen auftreten.
- Kaufen oder mieten in Spanien?
Von Deutschland aus sollte rechtzeitig online nach geeigneten Immobilien Ausschau gehalten werden. Dazu stellen wir Ihnen einen Überblick zu den gängigsten Immobilienportalen für Ihre persönliche Suche nach Kauf- oder Mietimmobilien in Spanien in einem separaten Beitrag bereit.
Endlich fündig geworden und mehrere passende Objekte zum Kauf oder zur Miete online entdeckt? Dann heißt es, Besichtigungstermine vereinbaren und nach Spanien zu reisen und sich die Objekte sowie die Umgebung anzuschauen und evtl. bei dem passenden Objekt zuzuschlagen.
Doch Vorsicht ist geboten: So mancher Schnellkauf hat schon einigen Auswanderern im Nachhinein leidgetan. Es gibt vielerlei Kriterien beim Immobilienkauf in Spanien zu berücksichtigen, und wichtige Dokumente sowie Unterlagen müssen zum Kauf vorliegen. Schauen Sie sich vorher die Immobilie sowie die Umgebung gut an und stellen Sie sich die Frage, ob Sie sich die kommenden Jahre in dieser Umgebung vorstellen können.
Tipp: Beim Immobilienkauf in Spanien ist es ratsam, die dazugehörigen Dokumente durch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl überprüfen zu lassen, da in Spanien nur ein Anwalt die Korrektheit der Dokumente überprüfen kann. Falls der Anwalt allein die spanische Sprache beherrschen sollte, besteht alternativ die Möglichkeit, einen Dolmetscher hinzuzuziehen.
Beim Mieten ist anzuraten, dass Mietobjekt auf dessen Zustand zu protokollieren sowie den Mietvertrag sorgfältig auf seine Richtigkeit zu prüfen oder einen Gestor/eine Gestoria Ihrer Wahl mit der Überprüfung zu beauftragen.
Immobilien, die nahe dem Meer oder in touristischen Gegenden liegen, sind für gewöhnlich je nach Region und je nach Zustand oder je nach persönlichen Ansprüchen weitaus teurer als im Landesinneren.
- Doch lieber erst einmal mieten?
Aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes gestaltet sich die Suche nach bezahlbarem Wohnraum in Spanien als herausfordernd und ist dennoch mit etwas Geduld realisierbar.
Optional besteht die Möglichkeit, während eines gewissen Zeitraums in einer Kurzzeitunterkunft unterzukommen. Hier bietet sich zudem oft die Möglichkeit, für einen längeren Zeitraum zu mieten.
Zudem kann die Entscheidung, erst einmal zu mieten, hilfreich sein, um sich ein genaues Bild von der auserwählten Region und der Umgebung sowie von den Menschen, die hier leben, und von den jahreszeitabhängig verschiedenen klimatischen Verhältnissen sowie von der Infrastruktur zu gewinnen.
Auch wenn man sich zuvor schon öfter in einer oder mehreren auserwählten Regionen und Umgebungen aufgehalten hat, bedeutet das nicht, dass es tatsächlich Ihr neues Zuhause werden könnte. Verschiedene Jahreszeiten und verschiedene klimatische Verhältnisse sowie neue Begebenheiten verändern auch oft die zuvor gesammelten individuellen Eindrücke.
Unabhängig davon, ob eine Immobilie gemietet oder irgendwann später gekauft wird, kann die Entscheidung, erst einmal zu mieten, hilfreich sein, da nicht jede Immobilie in Spanien unbedingt über Online-Portale inseriert wird. Immobilien werden auch oft durch Makler vor Ort angeboten oder man entdeckt beim Schlendern durch die Straßen Immobilien mit Schildern ausgestattet: "Se Alquila" – zu vermieten, oder "Se vende" – zu verkaufen.
Wer vorzugsweise erst einmal mietet und Haustiere besitzt, sollte dies mit dem Vermieter im Voraus abklären, ob Haustiere gestattet sind.
Weiterführende Informationen zum Thema "Mieten in Spanien" und auf was achten, stellen wir Ihnen aufgrund des Umfangs in unserem separaten Beitrag bereit.
- Besetzer "Okupas" in Spanien?
"Okupas" sind Haus- oder Wohnungsbesetzer. In Spanien haben "Okupas" gesetzliche Sonderrechte. Hier hat die spanische Gesetzgebung in letzter Zeit einiges zum Schutz der Immobilieneigentümer unternommen. Dennoch ist es empfehlenswert, sich vor "Okupas" zu schützen. Vor allem besetzen "Okupas" leerstehende Häuser und Wohnungen, respektive Häuser und Wohnungen, die längere Zeit leerstehend sind.
Einige Tipps, wie man sich vor Okupas schützen kann.
– Beim Immobilienkauf darauf achten, dass das Haus bis zum Verkauf vom Eigentümer bewohnt ist.
– Wer für einen längeren Zeitraum nicht vor Ort ist, sollte einen Nachbarn bitten, regelmäßig nach der Immobilie zu schauen,
– oder die Installation einer Zeitschaltuhr mit einer Lichtquelle verbunden oder Smart-Home-Anbindungen mit speziellen smarten Zeitschaltuhren.
- oder die Installation einer Kamera, die entweder mit der Polizei oder mit dem Handy verbunden ist,
– oder einen Service für "Housesitter" beauftragen, der sich während Ihrer Abwesenheit um Ihr Zuhause kümmert.
- Krankenversicherung bei RentnerInnen in Spanien?
Als Rentner/in sind Sie in Deutschland in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Nach Verlegung des Wohnsitzes nach Spanien erhält man durch die Vorlage eines S1-Dokumentes (früher: E106, E109, E121) das Recht auf eine Krankenversicherung und somit auf die gesundheitliche Grundversorgung in Spanien.
Wichtig: Ein S1-Dokument muss für jedes Familienmitglied, das mit Ihnen nach Spanien auswandert, bei Ihrer zuständigen Krankenkasse vor der Auswanderung beantragt werden. Ab dem Zeitpunkt, ab dem Sie Ihren Wohnsitz nach Spanien verlegen, erhalten Sie nur anhand des S1-Dokumentes die spanische Krankenversicherungskarte "Tarjeta Sanitaria" und das Recht auf Gesundheitsversorgung in Spanien.
Falls ärztliche Befunde vorliegen sollten, ist es empfehlenswert, die medizinischen Befunde vor der Auswanderung anzufordern und im Falle von dauerhafter Medikamenteneinnahme den Hausarzt für einen Medikamentenplan zu konsultieren.
Weiterführende Informationen zum Erhalt der Krankenversicherung in Spanien stellen wir Ihnen aufgrund des Umfangs in unserem separaten Beitrag bereit.
- Krankenversicherung bei Erwerbstätigen in Spanien?
Erwerbstätige, die von ihrem Arbeitgeber zeitweilig in ein anderes Land entsandt werden, um dort ihre Arbeit auszuführen, werden allgemein als "Entsandte" bezeichnet.
Der Arbeitgeber beantragt eine A1-Bescheinigung bei der zuständigen gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland, woraufhin die Bescheinigung A1 ausgestellt wird. Dies bedeutet u. a., dass weiterhin Sozialversicherungsbeiträge und Steuern in Deutschland gezahlt werden. Der Arbeitnehmer bleibt demnach weiterhin in Deutschland sozialversichert. Mit der A1-Bescheinigung sind entsandte Personen in Spanien krankenversichert, da das Dokument nachweist, dass sie weiterhin dem Sozialversicherungsrecht des Heimatlandes unterliegen.
Die Bescheinigung gilt in der Regel bis zu 24 Monate. Während diesem Zeitraum bleibt der Arbeitnehmer weiterhin in Deutschland steuer- und sozialversicherungspflichtig, jedoch nicht mehr nach Ablauf der 24 Monate.
- Krankenversicherung bei Selbstständigkeit in Spanien?
Ab dem Zeitpunkt der Gewerbeanmeldung in Spanien wird der Gewerbetreibende in der Sozialversicherung "Seguridad Social" pflichtversichert. Ab dem Zeitpunkt ist man in Spanien kranken- und rentenversichert. Während der ersten 2 Jahre besteht die Möglichkeit eines Pauschaltarifs "Tarifa Plana", der bei ca. 80 €/Mtl. beginnt.
- Auswandern ohne Erwerbstätigkeit nach Spanien?
Wandern Sie ohne Erwerbstätigkeit nach Spanien aus und waren bisher in Deutschland in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert?
Dann fällt normalerweise bei der Abmeldung Ihres Wohnsitzes in Deutschland Ihre Krankenversicherung mit der Auswanderung nach Spanien weg. Bei Jobaufnahme in Spanien werden Sie automatisch über den Arbeitgeber in Spanien kranken- und rentenversichert. Falls eine private Krankenversicherung bestehen sollte, besteht je nach Versicherungsgesellschaft die Möglichkeit, diese in Spanien fortzuführen.
- Beziehen Sie Arbeitslosengeld (ALG 1) in Deutschland und ziehen in Erwägung, sich für 3 Monate in Spanien auf Jobsuche zu begeben oder sich in Spanien in der Jobsuche auszuprobieren?
Im Falle, dass Sie sich auf Jobsuche in Spanien begeben möchten, sollten Sie dies vorher mit Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit abklären. Z. B. bietet sich die Möglichkeit der Mitnahme des Leistungsanspruches zur Arbeitssuche.
Wenn dies mit der Agentur für Arbeit abgeklärt ist, erhält man das Arbeitslosengeld (ALG 1) für 3 Monate weiter. Dies kann einmalig um weitere 3 Monate verlängert werden.
Sobald man im Ankunftsland angekommen ist, besteht die Pflicht, sich beim ausländischen Träger als Arbeitssuchender zu melden. Der Agentur für Arbeit in Deutschland muss dieser Nachweis erbracht werden.
Des Weiteren sind der Agentur für Arbeit Nachweise der Bemühungen bzgl. der Jobsuche im jeweiligen EU-Mitgliedstaat zu erbringen. Erbringt man der Agentur für Arbeit diese Nachweise nicht, erhält man auch kein Arbeitslosengeld mehr. Diese Nachweise dienen der deutschen Leistungszahlung.
Bei der Arbeitssuche innerhalb eines EU-Mitgliedstaats hat man als Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung auch Anspruch auf Leistungen der Krankenversicherung in einem anderen EU-Mitgliedstaat.
Bei Jobaufnahme in Spanien werden Sie automatisch in Spanien krankenversichert. Eine private Krankenversicherung können Sie je nach Versicherungsgesellschaft mit nach Spanien mitnehmen.
- Beziehen Sie Pflegegeld in Deutschland?
Wer in Deutschland mindestens den anerkannten Pflegegrad 2 hat und Pflegegeld bezieht und nach Spanien auswandern will, erhält nach Maßgabe des deutschen Rechts weiterhin den Anspruch, dass das Pflegegeld von der deutschen Pflegekasse in Spanien gezahlt wird.
Dazu muss in Deutschland rechtzeitig vor der Auswanderung ein Antrag bei Ihrer Pflegekasse gestellt werden: Dies kann auch telefonisch oder online erfolgen. Die Pflegekasse befindet sich bei der Krankenkasse.
Die weiteren Schritte werden sodann zwischen der deutschen Pflegekasse sowie der Krankenkasse und an die dafür vorgesehenen Angestellten in Spanien weitergeleitet.
Dazu finden Sie weitere Informationen über das Bundesamt für soziale Sicherung.
https://www.bundesamtsozialesicherung.de/de/themen/internationales/pflegeversicherung
- Sie sind in Spanien in die Situation der Pflegebedürftigkeit gelangt?
Wer bereits in Spanien wohnhaft ist und die Residencia erhalten hat und in Deutschland in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung versichert ist und in die Situation der Pflegebedürftigkeit gerät, muss in Spanien einen Antrag stellen und es muss ein Pflegegrad erteilt werden. Sie müssen dafür nicht nach Deutschland zurück, denn die Pflegekassen kommen mit ihren Experten zu Ihnen nach Spanien.
Zuständig für die Begutachtung in Spanien ist der "Medizinische Dienst Hessen".
https://www.md-hessen.de/ueber-uns
Sie können sich direkt an den "Medizinischen Dienst Hessen" oder einfach an Ihre gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung wenden, die das Weitere veranlasst.
Der Betroffene muss bei Feststellung der Pflegebedürftigkeit und der Durchführung der Begutachtung in Spanien die gleichen Voraussetzungen erfüllen wie eine Person, die das Pflegegeld in Deutschland beziehen würde.
- Rente und Besteuerung der deutschen Rente in Spanien?
Rentennachweis: Falls noch kein Rentennachweis existiert, benötigt man für verschiedene behördliche Zwecke sowie im Falle des Mietens in Spanien einen Rentennachweis, der bei Ihrer zuständigen deutschen Rentenversicherung angefragt werden kann.
Die Besteuerung der deutschen Rente in Spanien ist von vielen Faktoren abhängig. Weiterführende Informationen zum Rentenbezug sowie zur Besteuerung der deutschen Rente in Spanien stellen wir Ihnen aufgrund des Umfangs in unserem separaten Beitrag bereit.
- Sie wollen eine Rente aus Deutschland beantragen?
Hier finden Sie weiterführende Informationen dazu.
https://spanien.diplo.de/es-de/service/1694522-1694522
- Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Spanien? Was ist die "Residencia"?
Die Anmeldung des Wohnsitzes in Spanien schließt einen Wohnsitz in Deutschland NICHT aus.
Am Ende ist dies eine individuelle Entscheidung, ob der Wohnsitz in Deutschland bestehen bleibt oder nicht.
Wer sich länger als drei Monate in Spanien aufhalten will, ist dazu verpflichtet, seinen Wohnsitz beim Rathaus des Wohnortes in Spanien anzumelden und sich im Ausländerzentralregister eintragen zu lassen sowie die "Residencia" zu beantragen.
Auch gut zu wissen, dass in Spanien die Begriffe wie erster Wohnsitz oder zweiter Wohnsitz nicht existieren. In Spanien besteht nur die Möglichkeit, einen Wohnsitz anzumelden.
Die Anmeldung des Wohnsitzes in Spanien bedeutet nicht "die Residencia". Vor der Antragstellung auf die "Residencia" ist die Anmeldung des Wohnsitzes in Spanien vorrangig.
Die "Residencia" muss in Spanien separat innerhalb der ersten drei Monate nach der Wohnsitzanmeldung beantragt werden und dient Ihrem unbefristeten Aufenthaltsrecht in Spanien.
- Bankkonto in Deutschland auflösen?
Es sollte darüber persönlich abgewogen werden, ob das in Deutschland bestehende Bankkonto vor der Auswanderung aufgelöst wird. Viele spanische Banken verlangen zudem ein Dokument, das Ihre Wohnadresse belegt; das kann eine Telefon- oder Stromrechnung sein, jedoch nicht älter als drei Monate.
Einige Banken fordern auch die NIE-Nummer und den Nachweis eines Beschäftigungsverhältnisses oder einen Rentennachweis.
Je nach persönlichen Kriterien ist es zu empfehlen, das Bankkonto in Deutschland erst aufzulösen, wenn Sie in Spanien ein neues Bankkonto eröffnet haben.
Die Schließung oder Auflösung Ihres Bankkontos kann späterhin und überwiegend über den Postweg oder meist auch online bei Ihrem Bankinstitut erfolgen. Das deutsche Bankkonto erst einmal zu behalten, bietet auch Vorteile, da z. B. für einige Zeit Ihre Rente oder Ihr Gehalt auf Ihr deutsches Bankkonto überwiesen werden könnte. Falls Sie Ihren Wohnsitz in Deutschland abmelden, informieren Sie sich vorher bei Ihrem Bankinstitut, ob bei der Wohnsitzabmeldung ein deutsches Konto beibehalten werden kann.
- Bankkonto in Spanien eröffnen?
Ein spanisches Bankkonto erleichtert vieles; ob für den Kauf einer Immobilie, zur Zahlung der Grunderwerbsteuer und der Grundsteuer oder zum Bezahlen der Miete.
Strom-, Telefon- und Internetvertrag, Rechnungen von Gas-, Wasser- sowie Müllentsorgungsunternehmen u. s. w. werden für gewöhnlich per Lastschrift eingezogen.
Für die Eröffnung eines Bankkontos benötigen Sie als EU-Bürger einen gültigen Reisepass oder Personalausweis. Viele spanische Banken verlangen zudem die NIE-Nummer und den Nachweis eines Beschäftigungsverhältnisses oder einen Rentennachweis sowie ein Dokument, das Ihre Wohnadresse belegt: Das kann eine Telefon- oder Stromrechnung sein, jedoch nicht älter als drei Monate.
Wir stellen Ihnen in unserem separaten Beitrag, die am häufigsten genutzten Bankinstitute und Banking-Apps in Spanien für Ihren Vergleich zur Verfügung.
- Fahrzeugabmeldung in Deutschland sowie Fahrzeuganmeldung in Spanien?
Wichtige Fragen sind abzuklären. Z. B. wie man am besten bei der Fahrzeugabmeldung in Deutschland sowie der Fahrzeuganmeldung in Spanien vorgeht oder ob es Fristen zu berücksichtigen gibt und wie es mit dem Beitrag zur Kfz-Versicherung oder der Steuer und zu Führerscheinangelegenheiten aussieht.
Was gibt es in den Umweltzonen in spanischen Städten, auch bekannt als Zonas de Bajas Emisiones (ZBE), zu beachten?
Wissenswertes zur Fahrzeugabmeldung in Deutschland sowie zur Fahrzeuganmeldung in Spanien stellen wir Ihnen aufgrund des Umfangs in unserem separaten Beitrag bereit.
- Haustiere?
Wer mit seinem Haustier nach Spanien auswandert, sollte die Einreisebestimmungen kennen. Wir stellen Ihnen in unserem separaten Beitrag die Einreisebestimmungen für Haustiere in Spanien bereit.
- Umzugsplanung?
Empfehlenswert ist, mehrere Umzugsfirmen für ein Angebot zu den Umzugskosten zu kontaktieren. Wir stellen Ihnen in unserem separaten Beitrag hilfreiche Anregungen zum Umzug nach Spanien bereit.
- Aufbau sozialer Kontakte?
Den Aufbau neuer sozialer Kontakte sowie deren Pflege vor der Auswanderung zu fokussieren, ist von wichtiger Bedeutung. Auswandern bedeutet auch, die gewohnte Umgebung sowie die bisherigen und gut funktionierenden sozialen Kontakte in der alten Heimat hinter sich zu lassen.
Soziale Netzwerke wie z. B. Facebook, Telegram bieten unzählige passende Auswandergruppen und somit ideale Plattformen, um vor der Auswanderung nach Spanien soziale Kontakte zu knüpfen und aufzubauen. Auch verschiedene Auswanderforen für Spanien bieten ideale Möglichkeiten.
In Spanien angekommen und mit Spaniern in Kontakt zu kommen und neue Bekannte zu gewinnen, sind in der Regel kein Problem. Die spanische Tradition legt sehr großen Wert auf die eigene Familie und lebt sehr familienorientiert.
Einen klaren Fokus darauf zu legen, dass der gewöhnliche Gesprächsbedarf aus weitaus mehr als nur einem "Hola" oder "Cómo estás" besteht, ist von entscheidender Bedeutung, sowie dass evtl. sprachliche Barrieren zu Risiken des ungewollten Alleinseins und in der Folge zu neuen möglichen Herausforderungen zur Vereinsamung führen können.
Jedoch sind dies vermeidbare "Schattenseiten" der Auswanderung, indem man rechtzeitig vor der Auswanderung über soziale Netzwerke oder deutschsprachige Auswanderforen mit dem Aufbau sowie der Pflege neuer sozialer Kontakte dieser Thematik vorbeugen kann.
In Spanien bieten spanienweit verschiedene deutschsprachige Gemeinschaften, Auswandergruppen oder Gemeinschaften sowie Vereine die vielfältigsten Möglichkeiten, neue Kontakte zu anderen Auswanderern zu knüpfen sowie neue Freunde zu gewinnen. Zudem bieten die gemeinnützigen Institutionen die verschiedensten Freizeitangebote und decken den weitergehenden Gesprächsbedarf und Erfahrungsaustausch ab und halten viele hilfreiche Tipps sowie Informationen bereit.
Eine weitere Alternative, neue Kontakte mit Auswanderern in Spanien zu knüpfen, bietet die Buchung eines Sprachkurses.
Besuchen Sie auch unsere gleichnamige Facebook-Gruppe "Auswandern und Leben in Spanien".
Neben der Möglichkeit, neue soziale Kontakte zu knüpfen, steht Ihnen eine starke Gemeinschaft von Auswanderern zum Informationsaustausch gerne mit Rat und Tat zur Seite.
https://www.facebook.com/groups/auswandernundlebeninspanien
Für Ihren Auswanderplan nach Spanien, sowohl für Ihre Ankunft in Spanien, wünschen wir Ihnen viel Erfolg und gutes Gelingen.
Ihre Ute und Elfi.
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